Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Psychische Erkrankungen - ein Thema mit Bedeutung!

Psychische Erkrankungen sind längst kein Nischenthema mehr, weder im Alltag noch in der Berufswelt. Die Medien greifen das Thema regelmäßig auf, fast täglich sind Berichte zum Thema zu finden. Stress und Burnout sind Begriffe, die teils schon

inflationär verwendet werden.

 

Dass das Thema psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz tatsächlich rasant an Bedeutung gewinnt, verdeutlichen die Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen.

 

Zahlen, Daten, Fakten!

Die Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen steigen in Deutschland seit Jahren stetig an. Außerdem fallen Beschäftigte, die an psychischen Erkrankungen leiden, meist besonders lange aus. Dies zeigen unter anderem Zahlen der gesetzlichen Krankenkassen:

 

  • Im Jahr 2013 gab es insgesamt 79 Millionen Krankheitstage infolge psychischer Erkrankungen.
    (Quelle: BMAS/BAuA 2014)
  • Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentungen. In den letzten 20 Jahren stieg der Anteil von Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, von 15,4 auf 42,7 Prozent. Im Vergleich zu anderen Diagnosegruppen treten Berentungsfälle wegen „Psychischer und Verhaltensstörungen“ deutlich früher ein; das Durchschnittsalter liegt bei 48,7Jahren. (Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund: Rentenversicherung in Zeitreihen 2012 und 2013)
  • Besondere Bedeutung und Brisanz erhalten psychische Erkrankungen auch durch die Krankheitsdauer: Die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankheitsfälle ist mit 40 Tagen fast dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen (13 Tage). (Quelle: BKK Gesundheitsreport 2014)
  • Der Anteil Beschäftigter im Handwerk mit einer psychischen Erkrankung oder Verhaltensstörung ist zwischen 2005 und 2014 kontinuierlich von fünf Prozent auf fast neun Prozent gestiegen. (Quelle: IKK classic 2014)

Gesetzliche Anforderungen: psychische Belastungen erkennen u. reduzieren

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist die Gefährdungsbeurteilung das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement.

 

Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1) sind alle Arbeitgeber/-innen – unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. § 5 ArbSchG regelt die Pflicht des Arbeitgebers zur Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen und konkretisiert mögliche Gefahrenursachen und Gegenstände der Gefährdungsbeurteilung. § 6 verpflichtet Arbeitgeber/-innen, das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung zu dokumentieren.

 

Der Arbeitgeber kann die Gefährdungsbeurteilung selbst durchführen oder andere fachkundige Personen, z.B. Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte, damit beauftragen, wobei die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung der Ergebnisse beim Arbeitgeber verbleibt.

 

Mögliche Vorteile der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung:

  •   Vorbeugung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und –risiken, sowie möglicher Erkrankungen
  •  Steigende Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten
  •  Besseres Betriebsklima
  •  Höhere Mitarbeiterbindung und längere Verweildauer im Unternehmen
  •  Optimierung der Arbeitsorganisation und dadurch Wettbewerbsvorteile
  •  Weniger Fehler, sowie Ausschuss bzw. Reklamationen von Kunden
  •  Höhere Kundenzufriedenheit
  •  Rechtssicherheit

Attraktiver Arbeitgeber

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine unternehmerische Pflicht. Wenn Sie die erkannten Gefährdungen für die psychische Gesundheit Schritt für Schritt reduzieren, sorgen Sie zudem langfristig für eine gesunde und leistungsbereite Belegschaft. Darüber hinaus steigern Sie mit gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen die Attraktivität für potenzielle Beschäftigte.

 

ISO-Zertifizierte Expertenunterstützung

Mit dem Forum Arbeitsgesundheit arbeiten wir zusammen mit einem Team von erfahrenen Auditorinnen und Auditoren und bieten Ihnen ein effizientes Vorgehen, einen kalkulierbaren Aufwand, transparente und geringe Kosten – und natürlich nur Anwendung anerkannter Techniken und Konzepte.

 

Das von uns verwendete Verfahren wurde im September 2014 bewertet und anerkannt: Zertifikats-Zulassung DIN EN ISO

10075 – 3. Es orientiert sich zu 100% an den GDA-Leitlinien und gilt als praxisnah und umsetzbar.

 

Dokumentation und Zertifikats-Logo für Ihre Werbung!

Nach Abschluss der psychischen Gefährdungsbeurteilung erhalten Sie zusätzlich neben der Dokumentation ein Zertifikat und Aufkleber mit dem Zertifikats-Logo für Ihre Werbung.